Konzertreise ins Passeiertal: Wandern, Genuss & Musik

von Sanne
Die Reisegruppe des Musikvereins Mühlhausen auf dem Passerschluchtenweg (Foto: Steph Müller)

Urlaub in Südtirol bedeutet für uns grandiose Bergwelt, abenteuerliche Wanderungen, alpenländisch-mediterranes Essen und Musik. All das haben wir auf unserer letzten Südtirol Reise erlebt: Wir haben unseren Sohn und sein Orchester auf einer großen Südtirol Konzertreise begleitet. Fünf Tage lang waren wir im Passeiertal Wandern, haben Südtiroler Spezialitäten probiert und drei Konzerte an drei verschiedenen Orten erlebt. Kommt mit auf unsere musikalische Reise durch das Meraner Land!

Südtirol und die Musik

Diverse Musikfestivals und traditionelle Platzkonzerte wie die Meraner Musikwochen oder das Südtirol Jazz Festival sind ein wichtiger Bestandteil des Kulturprogramms in ganz Südtirol. Die Südtiroler musizieren sehr gerne und so hat fast jedes Dorf seine eigene Musikkapelle.

Auch in unserer Gemeinde spielt die Musik eine große Rolle. Unser örtlicher Musikverein – der Musikverein Mühlhausen – gibt grandiose Frühjahrskonzerte, veranstaltet im Herbst mittlerweile legendäre Musiktage und beschließt das Jahr mit seinen besinnlichen Weihnachtskonzerten. Dank der großartigen Jugendarbeit spielen sehr viele junge Musiker im Orchester, so auch unser Sohn mit seinem Saxophon.

Falls mein Beitrag werbende Wirkung haben sollte: neue talentierte Musiker sind beim Musikverein Mühlhausen immer gerne gesehen!

Auf Konzertreise durch das Meraner Land

Die letzte Konzertreise führte die Musiker vor drei Jahren in die Emilia Romagna, die italienische Partnerregion des Enzkreises. Diesmal ging es nach Südtirol, genauer gesagt ins Meraner Land. Da war für uns natürlich sofort klar, dass wir einen Südtirol Kurzurlaub machen und unseren Sohn und sein Orchester begleiten würden.

Diese Region ist nämlich eines unserer liebsten Urlaubsziele als Familie. Die 10 schönsten Wanderungen mit Kindern im Meraner Land haben wir vor wenigen Wochen für euch zusammengestellt.

Drei Konzerte an drei verschiedenen Orten im Passeiertal und in Meran standen bei der Konzertreise auf dem Programm. Daneben gab es ein tolles Rahmenprogramm mit Wanderung auf dem Passerschluchtenweg, Stadtführung in Meran und Hüttenabend auf dem Hirzer. Seht selbst, was wir Spannendes erlebt haben!

Die Reisegruppe des Musikvereins Mühlhausen auf dem Passerschluchtenweg (Foto: Steph Müller)
Die Reisegruppe des Musikvereins Mühlhausen auf dem Passerschluchtenweg (Foto: Stephanie Müller)

Südtirol Konzertreise Tag 1: Anreise ins Südtiroler Passeiertal

Über Brenner und Jaufenpass erreichen wir staufrei bereits zur Mittagszeit das Passeiertal, das als eines der schönsten Täler Südtirols gilt. Es verläuft von Meran bis St. Leonhard weitgehend flach. Eingebettet ist es zwischen den Sarntaler Alpen, dem Jaufenpass und dem Naturpark Texelgruppe.

Tierische Begrüßung auf dem Jaufenpass
Tierische Begrüßung auf dem Jaufenpass

Passeiertal Wandern: Zum atemberaubenden Stieber Wasserfall

Wir nutzen die Zeit bis zum Eintreffen des Busses mit den Musikern und fahren nach Moos im Passeiertal. Bei einer sehr leckeren Pizza im Café Maria hören wir von Wanderern, dass wir uns unbedingt den Stieber Wasserfall anschauen sollen. Von dem haben wir bisher noch nie gehört, es ist aber ein absolut lohnender Tipp.

Das beschauliche Örtchen Moos in Passeier
Südtirol wie aus dem Bilderbuch: Das beschauliche Örtchen Moos in Passeier

Wir verlassen die Ortsmitte von Moos in Richtung Platt. Am Ortsende überqueren wir die Passer auf einer kleinen Holzbrücke, halten uns links der Straße und folgen dem Wegweiser „Zum Wasserfall“. Auf einem kleinen (nicht kinderwagengerechten) Pfad erreichen wir nach wenigen Minuten den beeindruckenden Stieber Wasserfall.

Die zwei Kaskaden des gewaltigen Stieber Wasserfalls
Die zwei Kaskaden des gewaltigen Stieber Wasserfalls

Tosend stürzen hier die Wassermassen des Pfelderer Bachs in die Tiefe. Die beiden Kaskaden haben eine Gesamthöhe von 37 Metern. Auf der schmalen Holzbrücke stehen wir mitten in der angenehm kühlenden Gischt des Wasserfalls und bewundern den entstandenen Regenbogen.

Unsere Hotels im Passeiertal

Wir haben eines der nagelneuen Familien-Appartements auf dem Camping Zögghof* in St. Leonhard in Passeier gebucht. Es ist zwar nicht allzu groß, aber sehr modern und funktional eingerichtet. Perfekt für uns und unsere beiden Teenies, die ein eigenes Zimmer mit Stockbetten haben. Viele der jungen Musiker wohnen mit uns auf dem Campingplatz, teils ebenfalls in Appartements, teils in Zelten, die der Campingplatz verleiht. 

Unser Hotel in St. Leonhard: Der Camping Zögghof
Unser Hotel in St. Leonhard: Der Camping Zögghof

Das erste gemeinsame Abendessen gibt es im Hotel Klotz*, in dem ein großer Teil der Musiker übernachtet. Um alle 90 Reisenden unterzubringen, wohnt eine weitere Gruppe im Hotel Felseneck*.

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Südtirol Konzertreise Tag 2: Ein Tag im Passeiertal und erstes Platzkonzert in Riffian

Passeiertal Wandern: Auf dem spektakulären Passerschluchtenweg

Heute steht ein besonderes Highlight für uns Wanderfans auf dem Programm, auf das ich mich ganz besonders freue. Wir wandern auf dem Passerschluchtenweg, der zwischen Moos und St. Leonhard im Passeiertal verläuft. Der rund sieben Kilometer lange Wanderweg durch die Passerschlucht wurde erst 2015 erbaut. Spektakuläre Metallkonstruktionen schmiegen sich dicht an die Felswände der Passerschlucht und überqueren immer wieder die wild dahinrauschende Passer.

Wir wollen talwärts zurück nach St. Leonhard wandern, deshalb bringt uns der Bus nach Moos in Hinterpasseier. Es gibt übrigens einen Linienverkehr zwischen Moos und St. Leonhard, den ihr zum Transfer nutzen könnt.

Schon in der Ortsmitte von Moos sehen wir die Wegweiser zur Passerschlucht. Beim Einstieg in die Klamm sehen wir nochmals den gewaltigen Stieber Wasserfall, an dem wir gestern waren.

Wegweiser zur Passerschlucht und zum Stieber Wasserfall
Wegweiser zur Passerschlucht und zum Stieber Wasserfall

In der Passerschlucht ist es zum Glück schattig und durch die rauschende Passer auch angenehm kühl. Wir genießen das traumhafte Bergpanorama und die schwindelerregenden Ausblicke auf den tief unter dem Wanderpfad dahinfließenden Fluss.

Wanderung auf dem spektakulären Passerschluchtenweg
Wanderung auf dem spektakulären Passerschluchtenweg
Die Passer rauscht wild durch die Klamm
Die Passer rauscht wild durch die Klamm

Obwohl ich totale Höhenangst habe, ist der Passerschluchtenweg für mich problemlos zu begehen. Die Metallstege und Treppen sind immer mit Absturzsicherungen versehen. Der Wanderweg ist allerdings nicht kinderwagentauglich. Einige der Musiker tragen ihre Kleinsten deshalb in der Kraxe oder im Tragetuch. Weiter unten weitet sich die Schlucht und der Weg wird breiter, sodass die Kinder mit am Wasser entlangwandern können.

Wir verlassen die Passerschlucht und bleiben auf dem Wanderweg links des Flusses, der uns an Gehöften vorbei und durch blühende Wiesen führt. Nach knapp zweieinhalb Stunden und 420 Höhenmetern Abstieg sind wir zurück in St. Leonhard. Was für ein Service, dass dank unserer Organisatoren bereits Pizza auf der beschatteten Dachterrasse der Pizzeria Brückenwirt auf uns wartet.

Spiel und Spaß in der SportArena Passeier

Am Nachmittag teilt sich die Reisegruppe auf. Wir und viele der jungen Musiker genießen das herrliche Sommerwetter in der SportArena Passeier. Ein kurzer, aber heftiger Regenguss unterbricht uns nur kurz beim Beachvolleyball Spielen und Schwimmen.

Die SportArena ist ein tolles Ausflugsziel für Familien im Passeiertal. In unserem Hotel Camping Zögghof gibt es gegen Kaution kostenlose Eintrittskarten für die Anlage. Neben dem riesigen Außenschwimmbad, Beachvolleyball- und Tennisplätzen kann man bei schlechtem Wetter auch drinnen Klettern, Kegeln oder Kickboxen.  

Historischer Dorfspaziergang in St. Martin in Passeier

Die Kulturinteressierten unserer Reisegruppe machen währenddessen einen Dorfspaziergang in St. Martin. Thomas, der Pastoralreferent und Chorleiter von St. Martin, erzählt spannende Geschichten über die Menschen und die Ortschaften im Passeiertal und zeigt die schönen alten Passeirer Häuser.

Kulinarischer und musikalischer Genuss in Riffian

Am Abend fahren wir durch das Passeiertal in Richtung Meran. Beim gemeinsamen Abendessen auf der nach Jasmin duftenden Terrasse des Oberwirtshof in Riffian genießen wir Südtiroler Spezialitäten. Hach, ich könnte jeden Abend Schlutzkrapfen, Speckknödel oder Hirtenmaccharoni essen. Geht es euch genauso?

Die leckere Südtiroler Küche genießen: Knödeltris
Die leckere Südtiroler Küche genießen: Knödeltris mit Käse, Speck und Spinat

Pünktlich zum Konzertbeginn auf der Bühne des Riffianer Bürgerhauses ziehen dunkle Wolken auf und leichter Regen setzt ein. Die Musiker haben sich in ihre Glitzeroutfits des diesjährigen Frühjahrskonzertes geworfen. Unter dem Motto „D.I.S.C.O – move to the groove“ spielen sie wegen des Wetters leider nur vor sehr kleinem Publikum. Spätestens bei den Hits von Queen, ABBA und Falco kommt aber bei allen Fans und Gästen eine super Stimmung auf und es hält keinen mehr auf den Plätzen.

Im Glitzeroutfit beim ersten Konzert in Riffian im Passeiertal
Im Glitzeroutfit beim ersten Konzert in Riffian im Passeiertal

Südtirol Konzertreise Tag 3: Ein Tag in Meran und einmaliges Klangerlebnis in St. Martin

Ein Besuch in der Kurstadt Meran steht heute auf dem Programm. Die Stadt an der Passer begeistert durch ihr mediterranes Klima, das Palmen und Oleander gedeihen lässt und die prächtige Bergkulisse. In Meran treffen das Passeiertal, der Vinschgau und das Etschtal aufeinander. Überall begegnet man den Spuren von Kaiserin Sissi, die wohl der berühmteste Gast des klimatischen Winterkurorts Meran war.

Im Herzen Merans an der Passerpromenade
Im Herzen Merans an der Passerpromenade

Besuch der Weinkellerei Meran in Marling

Der Tag fängt gut an – nämlich mit einer Führung in der Weinkellerei Meran. An zwei langen Tischen mit Aussicht auf das Etschtal verkosten wir zwei Weiß- und zwei Rotweine und den Dessertwein „Sissi“, natürlich benannt nach der berühmten Kaiserin.

Stadtführung in Meran

Am Thermenplatz vor der Therme Meran treffen wir unsere Stadtführerin Erika. Ihrer hoch in die Luft erhobenen gelben Tulpe folgen wir durch Meran. Wir schlendern entlang der Sommerpromenade und erreichen über einen Steg die Wandelhalle auf der anderen Seite der Passer. Durch das Bozner Tor schaffen wir es noch vor dem Regen in die Pfarrkirche St. Nikolaus. Über die Meraner Lauben, die übrigens die längsten in ganz Südtirol sind, und die Theaterbrücke erreichen wir wieder den Ausgangspunkt unserer Stadtführung.

Bummel durch die wunderschöne Laubengasse in Meran
Bummel durch die wunderschöne Laubengasse in Meran

Abendessen im historischen Sandwirthof in St. Leonhard in Passeier

Das Abendessen nehmen wir heute auf historischem Boden ein. Der 400 Jahre alte Sandwirthof in St. Leonhard im Passeiertal ist das Geburtshaus des Tiroler Freiheitskämpfers Andreas Hofer. Er war der Anführer der Tiroler Freiheitskämpfe gegen die Besetzung Tirols durch die Franzosen von 1805-1809.

Sütiroler Spezialitäten zum Hinknien: Hirtenmaccharoni
Sütiroler Spezialitäten zum Hinknien: Hirtenmaccharoni

Ein spannendes Ausflugsziel für Familien liegt übrigens direkt neben dem Sandwirthof. Das MuseumPasseier erzählt die Geschichte Andreas Hofers und des Passeiertals. Sehr schön ist das Freigelände des Museums mit alten Passeierer Höfen.

Einmaliges Klangerlebnis beim Konzert in St. Martin

Das heutige Konzert findet auf der Bühne des Dorfhauses von St. Martin in Passeier statt. Wenn das Haupttor im Boden versenkt wird, verwandelt sich das Dorfhaus in eine Bühne mit einzigartiger Akustik. Die Konzertbesucher sitzen im Freien unter riesigen Sonnenschirmen. Wie schon am Vorabend zieht jedoch genau zu Konzertbeginn ein Gewitter auf. Wir sitzen zwar dank der Schirme weitestgehend im Trockenen, der andauernde Starkregen hindert jedoch viele Urlauber und Einheimische am Konzertbesuch. Dennoch sind sich alle Musiker und wir Fans einig, dass das Konzert auf dieser Bühne ein einmaliges Klangerlebnis war. Danke an den Tourismusverein Passeiertal, dass wir hier gastieren durften!

Einmaliges Klangerlebnis beim regenreichen Konzert im Dorfhaus St. Martin in Passeier
Einmaliges Klangerlebnis beim regenreichen Konzert im Dorfhaus St. Martin in Passeier

Südtirol Konzertreise Tag 4: Frühschoppenkonzert in Algund und ein Tag auf dem Hirzer

Frühschoppenkonzert in der Südtiroler Traditionsbrauerei Forst

Am vorletzten Tag unseres Südtirol Kurzurlaubs steht als morgendliches Highlight ein Frühschoppenkonzert in der Brauerei Forst in Algund an. Die Brauerei wurde 1857 gegründet und ist nicht nur die größte Brauerei Südtirols, sondern auch eine der größten in ganz Italien.

Die Südtiroler Traditionsbrauerei Forst in Algund
Die Südtiroler Traditionsbrauerei Forst in Algund

Die Musiker quetschen sich eng auf der kleinen Bühne des Brauereigartens zusammen. Diesmal gibt es kein Disco-Feeling, sondern traditionelle Märsche und Polkas. Damit trifft das Orchester genau den Geschmack des Publikums im voll besetzten Biergarten. Spätestens als die Musiker „Dem Land Tirol die Treue“ spielen und singen, wird es emotional und der Auftritt wird von zahlreichen Handys mitgefilmt.

Zünftiges Frühschoppenkonzert in der Brauerei Forst
Zünftiges Frühschoppenkonzert in der Brauerei Forst

Auch heute regnet es, aber das stört uns unter den Markisen im Biergarten überhaupt nicht. Nach dem Auftritt gibt es noch eine herzhafte Brotzeit für die Musiker.

Passeiertal Wandern: Die Hirzer Almenrunde

Das zweite Highlight ist eine Wanderung von Alm zu Alm im Wanderparadies Hirzer. Der 2781 Meter hohe Hirzer ist der höchste Berg der Sarntaler Alpen. Über eine kurvenreiche kleine Bergstraße erreichen wir die Mittelstation Prenn der Hirzer Seilbahn auf 1.404 Metern. Mit der Seilbahn geht es weiter zur Bergstation Klammeben auf 1.980 Metern Meereshöhe.

Passeiertal Wandern: Die Musiker starten zur Hirzer Almenrunde
Die Musiker starten zur Hirzer Almenrunde

Sonst bekannt als sonnenreiches Hochplateau zeigt sich uns der Hirzer heute wolkenverhangen und recht kühl. In Regenjacken eingepackt starten wir dennoch zur Hirzer Almenrunde. Das ist eine unserer liebsten Touren, wenn wir im Passeiertal Wandern gehen. Schon bald darauf werden wir belohnt: Der Regen hört auf und die Wolken geben den Blick auf die herrliche Bergwelt ringsum frei. Wir folgen der Markierung Nr. 40 zur Hirzerhütte, die sich unterhalb der alten Tallner Alm befindet.

Kleine Pause gefällig? Die Hirzerhütte ist die erste Station auf unserer Almenrunde
Kleine Pause gefällig? Die Hirzerhütte ist die erste Station auf unserer Almenrunde

Weiter geht die Hirzer Almenrunde vorbei an der Resegger Alm.

Vorbei geht's an der Resegger Alm...
Vorbei geht’s an der Resegger Alm…

Wir folgen dem berühmten Fernwanderweg E5 zur Hintereggalm. Dort machen wir eine kleine Kaffeepause (auf der Hütte gibt es sogar Latte Macchiato…) und quatschen eine Weile mit dem Wirt. Der lädt uns zu einem selbstgemachten Zedernschnaps ein.

...und weiter zur Hintereggalm
…und weiter zur Hintereggalm

Die Almenrunde führt uns über blühende Almwiesen, an kleinen Bächlein vorbei und schließlich durch einen zauberhaften Lärchenwäld zur Gompm Alm.

Ziel in Sicht: Die Gompm Alm auf dem Hirzer
Ziel in Sicht: Die Gompm Alm auf dem Hirzer

Hüttenabend mit Überraschung auf der Gompm Alm

Zur Begrüßung bekommen wir auf der Terrasse der Berghütte den selbst kreierten „Gompm Sprizz“. Von dem erfrischenden Aperitif mit Kräutern, Himbeersirup und Prosecco gönnen wir uns gleich noch ein zweites Glas.

Ein spritziger Apéritif wartet schon auf uns
Ein spritziger Apéritif wartet schon auf uns

In der durch unsere riesige Gruppe bis auf den letzten Platz belegten Hütte wartet ein besonderes Überraschungsmenü auf uns. Zur Vorspeise gibt es Fichtenrisotto mit Speck und Brotkracher. Ein echtes Geschmackserlebnis!

Kulinarischer Genuss auf der Gompm Alm: Fichtenrisotto
Kulinarischer Genuss auf der Gompm Alm: Fichtenrisotto

Als Hauptgang werden Spareribs mit Folienkartoffeln und Grillgemüse kredenzt. Meine Tochter und ich hätten definitiv doch das vegetarische Menü bestellen sollen, die Fleischfans finden die Spareribs aber hervorragend. Das Dessert ist ein superleckeres Apfelstrudeleis im Einmachglas.

Genuss wird auf der Gompm Alm aber nicht nur essensmäßig großgeschrieben: Helmuth Gufler, der Hüttenwirt, macht seinen eigenen Gin mit biologischen Botanicals und Bergquellwasser. Den müssen wir natürlich unbedingt als feinen „Gin Tonic“ verkosten.

Die Outdoor-Bar der Gompm Alm
Die Outdoor-Bar der Gompm Alm
Wir testen den Edelschwarz Gin der Gompm Alm
Wir testen den Edelschwarz Gin der Gompm Alm

Die Stimmung steigt, als nach dem Essen unsere vereinseigene „Musik-Combo“ ihre Instrumente aufbaut und einen Karaoke-Abend der besonderen Art veranstaltet. Unser sehr lustiger Hüttenabend vergeht leider viel zu schnell. Wir brechen zu einer kleinen Nachtwanderung in Richtung Prenn auf. Nach einer guten Stunde erreichen wir die Mittelstation der Hirzer-Seilbahn, wo der Bus die Musiker abholt.

Südtirol Konzertreise Tag 5: Abschied vom Passeiertal

Viel zu schnell geht unser musikalischer Südtirol Kurzurlaub zu Ende. Nach einem letzten ausgiebigen Frühstück im Camping Zögghof nehmen wir Abschied vom Meraner Land und dem Passeiertal.

Das Passeiertal verlassen wir diesmal über die Timmelsjoch Hochalpenstraße (2.509 m), die das Südtiroler Passeiertal mit dem österreichischen Ötztal verbindet. Die Fahrt über das Timmelsjoch ist wirklich atemberaubend. Sie führt uns durch die verschiedensten Vegetationszonen. Wir bewundern die sattgrünen Almwiesen, entdecken blühende Alpenrosenrosen und erreichen schließlich die steinige Hochgebirgslandschaft mit ihren gewaltigen Schneefeldern.

Almwiesen auf dem Weg zur Passhöhe des Timmelsjochs
Almwiesen auf dem Weg zur Passhöhe des Timmelsjochs
Meterhohe Schneeberge auf der Timmelsjoch Hochalpenstraße
Meterhohe Schneeberge auf der Timmelsjoch Hochalpenstraße

Südtirol – wir kommen wieder!

Wir sind uns sicher: Wir kommen wieder nach Südtirol! Der nächste Südtirol Kurzurlaub ist auch schon in Sicht. Habt ihr noch spannende Geheimtipps im Passeiertal für uns?

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13 Kommentare

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13 Kommentare

Barbara Juli 21, 2019 - 10:45 pm

Hallo Sanne,
das flasht mich gerade – seit einer Woche weiß ich, dass es das Passeiertal überhaupt gibt… Und dann lese ich Deinen traumhaft schönen Artikel drüber! Heute vor einer Woche saß ich unter freiem Himmel bei einem guten Glas Wein mitten in Meran. Am Tag drauf sind wir am Sandwirthof in St. Leonhard im Passeiertal vorbei gefahren und haben an Andreas Hofer gedacht, bevor wir dann übers Timmelsjoch in Richtung Heimat weitergefahren sind.
Klasse, dass Ihr diese beeindruckende Konzertreise begleitet habt! Ich finde so was super, sicherlich auch für die beteiligten Musiker!
Und mit Knödeltris hast Du mich eh… Fichtenrisotto kenne ich bisher nicht, die Südtiroler haben es auch essenstechnisch drauf.
Danke für diese schönen Fotos und den tollen Bericht!!!
Liebe Grüße
Barbara

Antworten
Auszeitgeniesser Juli 24, 2019 - 10:02 am

Ich liebe Südtirol und könnte dort umgehend meinen Zweitwohnsitz einrichten.
Dein toller Bericht nimmt mich sofort wieder mit in die schöne Landschaft, in die Berge und zu den köstlichen Leckereien die es nur dort gibt.
Einzig, was ich wahrscheinlich eher nicht brauche wäre die Musik. Aber ich finde es eine schöne Idee das zu kombinieren. Für mich ist die Ruhe schöner.

Liebe Grüße, Katja

Antworten
Tanja Juli 24, 2019 - 10:07 am

Was für eine schöne Reise. Wandern, Genuss, Musik – das ist echt nach meinem Geschmack.
So schöne Bilder und eine so wunderschöne Landschaft. Das macht richtig Lust.
Viele Grüße
Tanja

Antworten
My Culinary Backpack Juli 24, 2019 - 12:19 pm

Das klingt traumhaft und die Bilder sind wirklich toll!
Für Kulinarik und eine Wanderung bin ich immer zu haben 🙂
Liebe Grüße,
Kerstin

Antworten
Andreas Juli 25, 2019 - 6:59 am

Konzertreise hab ich ehrlich gesagt noch nie gehört, ich muss ehrlicherweise auch gestehen, für mich wär das glaube ich nix. Die Wanderungen und das Essen sehen klasse aus, da fangen meine Augen an zu leuchten. Auf die Konzerte könnte ich aber verzichten 🙂

Antworten
Sanne Juli 27, 2019 - 11:04 am

Lieber Andreas,
ein Faible für die Musik sollte man schon haben, wenn man mit einem Orchester auf Konzertreise geht :-). Schön, dass ich Dich mit den Wanderungen und dem leckeren Südtiroler Essen ködern konnte.
Viele Grüße von Sanne

Antworten
Ines-Bianca Juli 25, 2019 - 10:59 am

Liebe Sanne,
was für eine schöne Kombi: Reisen, Genuss, Natur UND Musik zu verbinden!
Es ist ein sehr stimmungsvoller Bericht mit traumhaften Fotos geworden! Fehlen nur noch die Klangeindrücke!
Und zum Saxophon im Orchester: Das Thema vom alten Schloss in den „Bildern einer Ausstellung“ ist ein klassischer Saxophon-Part! 🙂
Liebe Grüße!
Ines-Bianca

Antworten
Sanne Juli 27, 2019 - 11:01 am

Liebe Ines-Bianca,
vielen lieben Dank Dir! Tatsächlich gibt es die Musiker auch klanglich zu bewundern auf ihren YouTube Kanal:
https://www.youtube.com/channel/UC9O5l-bBouJCxNgkSQJo3nA

Viele Grüße von Sanne

Antworten
Ines & Thomas Juli 25, 2019 - 6:27 pm

Liebe Sanne,
das sieht ja nach einer tollen Reise aus. So idyllisch und die Natur ist auch wundervoll. Besonders das Gin Tonic spricht uns an, aber auch die kulinarischen Genüsse sehen wundervoll aus!
Liebe Grüße
Ines und Thomas

Antworten
Sanne Juli 27, 2019 - 10:58 am

Ihr Lieben,
das dachte ich schon auf der Gompm Alm, dass der Gin Tonic genau Euer Ding wäre!
Viele Grüße von Sanne

Antworten
Ahoi und Moin Moin Juli 26, 2019 - 11:03 pm

Als ich noch zur Schule ging, war ich in der glücklichen Lage mit der Band der Schule auf Konzertreise zu gehen. Wir spielten unter anderem in Mons/Belgien und Amiens/Frankreich.
Daher weiß ich, dass du sicherlich ganz stolz auf deinen Nachwuchs bist.
Die Gelegenheit nach Südtirol zu reisen wird sich für mich bestimmt auch noch ergeben.
Ist die „Wanderung auf dem spektakulären Passerschluchtenweg“ für Rollstuhlfahrer und Rollatoren geeignet?

Viele Grüße
Kathy von http://www.ahoiundmoinmoin.de – Barrierefrei auf Kreuzfahrt

Antworten
Sanne Juli 27, 2019 - 10:58 am

Liebe Kathy,
das war bestimmt ein tolles Erlebnis! Und ja, es macht schon ein klein wenig stolz, den Sohn mit seinem Orchester zu sehen.
Leider ist der Passerschluchtenweg nicht barrierefrei begehbar. Dafür gibt es den tollen Tappeinerweg in Meran, der ist komplett geeignet für Rollstuhlfahrer.
Viele Grüße,
Sanne

Antworten
Laura K. Januar 4, 2020 - 3:37 pm

Südtirol ist einfach immer eine Reise wert…die Landschaft, das Essen, die Menschen!

Antworten

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