Heute nehme ich dich mit auf ein paar der schönsten Berghütten Österreichs. Begeisterte Wanderblogger teilen in diesem Beitrag ihre persönlichen Lieblingsplätze in den Alpen mit dir. Von Tirol über Salzburg und die Steiermark bis nach Kärnten findest du hier jede Menge Inspiration für deine nächste Auszeit in den Bergen.
Dich erwarten abwechslungsreiche Bergtouren in Österreich: Von gemütlichen Hüttenwanderungen für Einsteiger über familienfreundliche Touren bis hin zu anspruchsvollen, hochalpinen Mehrtageswanderungen. Und falls du mit Kindern oder Hund unterwegs bist, wirst du in unserer Übersicht ebenfalls fündig.
Plane am besten gleich jetzt deine nächste mehrtägigen Bergtour – unvergessliche Nächte auf Österreichs urigsten Berghütten inklusive.
Inhalt
Tipps fürs Übernachten auf einer Berghütte in Österreich
- Auf den meisten Berghütten brauchst du aus Hygienegründen einen eigenen Hüttenschlafsack. Der muss auf manchen Hütten zum Schutz vor Bettwanzen kurz in der Mikrowelle erhitzt werden.
- Oftmals wirst du kein WLAN und keinen Handyempfang haben.
- Nicht immer gibt es warmes Wasser zum Waschen und oft auch keine Dusche.
- Bargeld ist immer von Vorteil, nicht alle Hütten akzeptieren Kartenzahlung.
- Schlafplätze auf vielen Berghütten kannst du bequem über die Plattform Hut Reservation online buchen.
Kennst du schon unsere Packliste fürs Wandern? Darin findest du auch Tipps für eine Mehrtagestour mit Hüttenübernachtung.
Berghütten Österreich: Unsere Tipps für traumhafte Hüttenwanderungen
Hier findest du eine Übersichtskarte der nachfolgend vorgestellten österreichischen Hütten. Viele davon sind DAV Hütten oder Hütten des Alpenvereins Österreich. So kannst du dich besser orientieren und deine nächste Mehrtageswanderung in Österreich mit Hüttenübernachtung ganz leicht planen.
Gut zu wissen: Ohne den 1862 gegründeten Alpenverein Österreich und den 1869 ins Leben gerufenen Deutschen Alpenverein (DAV) – übrigens der größte Bergsportverband der Welt – gäbe es die meisten Berghütten und Wanderwege im Alpenraum gar nicht in der heutigen Form. Neben der Betreuung der Hütten und des Wegenetzes haben sich beide Vereine dem Naturschutz und der Jugendarbeit verschrieben.
Mit einer Mitgliedschaft (je nach Sektion zwischen 50 – 120 €/Jahr) unterstützt du diese wertvolle Arbeit. Zudem bekommst du Ermäßigungen bei Hüttenübernachtungen, in Kletteranlagen und bei vielen Vorteilspartnern.
1. Carl-von-Stahl-Haus: Eine der schönsten Hütten in den Berchtesgadener Alpen (Salzburg)
Der Schneibstein gilt als leichteste Tour auf einen 2.000er in den Berchtesgadener Alpen. Und trotzdem – unterschätze ihn nicht. 1.150 Höhenmeter, ein felsiger Gipfelanstieg und am Ende ein Panorama, das dir garantiert die Sprache verschlägt. Watzmann, Hoher Göll, Hochkönig – und bei klarer Sicht sogar der Großvenediger. Auf 2.276 Metern.
Aber keine Sorge: Mit einer Übernachtung im Carl-von-Stahl-Haus ist die Bergtour gar nicht so lang. Unter Zuhilfenahme der Jennerbahn ab Schönau am Königssee kannst du die Tour sogar auf gemütliche 710 Höhenmeter verkürzen.
Für alle anderen liegt der Startpunkt am Parkplatz Hinterbrand. Über die Mitterkaseralm – Murmeltiere inklusive – erreichst du nach gut zwei Stunden das Stahl-Haus auf 1.736 Metern. Eine Alpenvereinshütte der Sektion Salzburg des Österreichischen Alpenvereins, direkt am Torrener Joch zwischen Hagengebirge und Göllstock.

Übernachte im Stahl-Haus und teile die Tour auf zwei Tage auf. Wer in der Hütte schlafen will, kann es sich im Doppelzimmer, im Mehrbettzimmer oder im Matratzenlager gemütlich machen. Die Küche mit Spezialitäten wie Kaiserschmarrn und Kaspressknödel unter Leitung von Hüttenwirt Peter Pruckner ist hervorragend und die Lage einmalig! Hunde sind willkommen (vorab telefonisch klären).
Das Stahl-Haus wurde bereits 1923 eröffnet und hat bis auf Heiligabend das ganze Jahr geöffnet. Reserviere rechtzeitig – das Stahl-Haus ist beliebt.
Am nächsten Morgen, wenn der Trubel noch ausbleibt, geht’s weiter auf den Gipfel. Und vielleicht hast du dann sogar Steinböcke ganz für dich allein.
Über Biggi und Florian von Phototravellers
Auf Phototravellers dreht sich alles ums Reisen, Wandern und Fotografieren. Die Gründer Biggi und Florian nehmen dich mit auf unvergessliche Reisen und Abenteuer und verzaubern mit atemberaubenden Landschaftsfotos.
2. Rinnerhütte: Einfach, aber einfach schön übernachten im Toten Gebirge (Salzkammergut)
Die Rinnerhütte (1.474 m) ist eine typische Schutzhütte im wunderschönen Salzkammergut. Alles, was hier oben gebraucht wird – Lebensmittel, Getränke oder andere Vorräte – muss entweder zu Fuß oder mit dem Hubschrauber hinaufgebracht werden. Deshalb ist die Ausstattung schlicht gehalten. Man bekommt hier nicht alles, was man vielleicht von größeren Hütten mit Forststraße kennt. Genau das macht aber auch einen Teil des urigen Charmes aus. Schon die Lage macht deutlich: Hier oben geht es ruhiger, ursprünglicher und ein Stück weit einfacher zu als in vielen anderen Hütten.

Wir wurden auf der Rinnerhütte sehr herzlich empfangen und bestens bewirtet. Übernachtet haben wir im Lager mit 5 weiteren Personen, ganz klassisch auf einer Berghütte. Am Morgen erwartete uns ein reichhaltiges Frühstück: Kaffee und Tee, Müsli mit Joghurt, verschiedene Marmeladen, Wurst, Käse und Gemüse. Dazu gab es selbstgebackenes Brot, das unglaublich gut schmeckte.
Auch bei den sanitären Einrichtungen merkt man, dass man sich auf einer echten Berghütte befindet. Die Toilette liegt außerhalb der Hütte und ist ein Trocken-WC – vom Geruch her vergleichbar mit einem Plumpsklo. Waschen kann man sich im Waschraum im Erdgeschoss oder ganz einfach draußen am Brunnen. Duschen gibt es hier oben nicht – dafür wartet in der Nähe der klare Wildensee.
Besonders ist der liebevoll gestaltete Außenbereich der Hütte. Ein kleiner Garten, gemütliche Sitzplätze und sogar Hängematten laden dazu ein, sich auszuruhen. Die Atmosphäre wirkt fast ein bisschen märchenhaft – ein Ort, an dem man gerne länger bleibt. Für mich war die Übernachtung auf der Rinnerhütte mit einem Wanderziel verbunden, das ich unbedingt sehen wollte – dem Wildensee im Toten Gebirge.
Über Melanie von Urlaubsgeschichten.at
Melanie reist gern in ferne Länder, ist bekennender Italien und Marokko-Fan und liebt ganz besonders ihre Heimat Österreich und Genusswanderungen. Da sie selbst berufstätig ist, zeigt sie auf urlaubsgeschichten.at, dass man auch auf kurzen Reisen einzigartige Erfahrungen sammeln kann. Urlaub, der zu dir passt!
3. 3 Tage, 2 Hütten, 1 Riese: Das Abenteuer Dachstein Sonnen-Runde
Drei Tage lang den „steirischen Riesen“ hautnah spüren – das ist die Dachstein Sonnen-Runde. Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als der Nebel aufriss und die gewaltigen Südwände plötzlich in goldenem Licht vor uns standen. Diese Tour ist für mich die perfekte Mischung aus alpiner Herausforderung und tiefem Naturerleben.

Auf den drei Etappen verändert sich die Landschaft ständig: von den idyllischen Hofalmen über schroffe Geröllfelder bis hin zur surrealen, kargen Hochfläche „Am Stein“. Ein echtes Highlight war die Überquerung des Schladminger Gletschers – das Knirschen des Schnees unter den Stiefeln lässt einen den Alltag sofort vergessen.
Abends in den Hütten, wie dem Guttenberghaus, bei einer Portion Kaiserschmarrn die Erlebnisse mit Gleichgesinnten zu teilen, macht das Berggefühl komplett. Ob Nebelstimmung oder strahlender Sonnenschein, der Dachstein zeigt auf dieser Runde all seine Facetten. Für mich eine absolut geniale Route, die zeigt, dass man nicht weit reisen muss, um echte Abenteuer zu finden.
Über Janna von Berge Aktiv
Janna, ist staatlich geprüfte Bergwanderführerin und Outdoor-Bloggerin. Auf ihrem Blog und Instagram-Kanal nimmt sie ihre Community mit zu ihren Lieblingsecken in den Bergen und teilt ehrliche Geschichten sowie praktische Tipps für eigene Naturmomente.
4. Klagenfurter Hütte: Hüttenwanderung in den Karawanken (Kärnten)
Die Karawanken im Süden Kärntens habe ich auf einer Tour erkundet, die in etwa der 2. und 3. Etappe des Panoramawegs Südalpen entspricht. Das Gipfelziel dieser Tour war der 2.237 Meter hohe Hochstuhl, der höchste Berg der Karawanken.
Gestartet bin ich auf der 2-tägigen Wanderung im Bärental südlich von Feistritz. Von dort ging es in Richtung Gipfel, wobei man während der 1. Etappe teilweise auf der slowenischen Seite wandert, da der Gipfel im Grenzgebiet liegt.
Übernachtet habe ich in der Klagenfurter Hütte auf 1.664 Metern Höhe im Mehrbettzimmer. Die Hütte des Österreichischen Alpenvereins ist gemütlich, der Hüttenwirt ist nett und der Kaiserschmarrn war lecker.

Am 2. Tag bin ich über den Matschacher Sattel und den Stinzesteig, sowie durch das Bodental zurück zum Ausgangspunkt gewandert. Der Stinzesteig ist teilweise seilversichert, da sollte man nicht nur trittsicher, sondern auch schwindelfrei sein. Wenn man die Wanderung unternimmt, kann man den Besuch in Kärnten noch mit dem Besuch der Tscheppaschlucht verbinden, die sich in der Nähe befindet. Hier findest du den ausführlichen Wanderbericht zu dieser 2-Tagestour in den Karawanken.
Zum Übernachten im Tal bietet sich Ressnig bei Ferlach an. Abschließend möchte ich noch erwähnen, dass Kärnten (neben Tirol) zu meinen Lieblingsregionen in Österreich gehört. Da kann man nicht nur herrlich wandern, sondern auch prima Radfahren, z.B. um die Kärntner Seen, und auch Kanufahren, etwa auf der Drau.
Über Heiko von People Abroad
Heiko schreibt auf People Abroad über Individual- und Aktivreisen, Wandern, Radfahren, Outdoor-Abenteuer, Städtereisen und Roadtrips als Schwerpunkte. Reiseziele sind Regionen in Deutschland, Europa und Länder auf anderen Kontinenten.
5. Dobratsch-Gipfelhaus: Übernachten auf Villachs Hausberg (Kärnten)
Als Vollzeit-Wanderbloggerin übernachte ich immer wieder mal auf Hütten. Ich liebe genau diese Einfachheit hoch am Berg und das Abseits-Sein von Zivilisation.
Im Rahmen meiner Buchrecherche habe ich einige Berghütten in Kärnten kennengelernt. Eine bestimmte Übernachtung ist mir dabei ganz besonders in Erinnerung geblieben: die im Dobratsch Gipfelhaus.
Der Dobratsch (2.166 m) ist der Hausberg von Villach und durch seinen hohen Sendemast sowie seine charakteristische Form unverwechselbar.

Die Tour startet am obersten Parkplatz auf etwa 1.680 Metern, der über eine mautpflichtige Straße zu erreichen ist. Von dort führen mehrere Varianten hinauf: entweder „gemütlich“ auf einem breiten Weg oder etwas anspruchsvoller über Wiesen und schmalere Pfade. Die knackigen Höhenmeter sollte man dabei allerdings nicht unterschätzen. Mit etwas Glück begegnet man sogar Gämsen.
Knapp unterhalb des Gipfels steht die relativ neu errichtete Dobratsch-Gipfelhaus. Für mich eine der schönsten Hütten in den Alpen. Nur wenige Gehminuten davon entfernt erreichst du außerdem zwei Kapellen sowie das Gipfelkreuz.


Das Besondere: Die Tour lässt sich auch im Winter unternehmen. Mit entsprechender Ausrüstung wie Winterwanderschuhen mit Grödeln oder Schneeschuhen, je nach Schneelage.
Über Janine von Gepackt & Los!
Janine hat sich während ihrer Buchrecherche in das Bundesland Kärnten verliebt. Viele weitere Tourentipps und Naturerlebnisse findest du auf ihrem Reise- und Wanderblog Gepackt & Los!
6. Hochschoberhütte: Hüttentour mit Hund (Osttirol)
In Osttirol gibt es erstaunlich viele Hüttenwanderungen, während derer du mit deinem Vierbeiner auf der Hütte übernachten darfst. Überhaupt eignen sich hier viele Touren zum Wandern mit Hund, denn jede Menge Gebirgsbäche und Bergseen sorgen für perfekte Erfrischung. So ist an warmen Sommertagen genügend Abkühlung garantiert.

Eine unserer Lieblingswanderungen ist die Tour zur Hochschoberhütte. Sie führt entlang des Leibnitzbaches durch das gleichnamige Tal, vorbei an duftenden Lärchen und Zirben. An der Leibnitzalm öffnet sich eine märchenhafte Hochebene, die zu einer gemütlichen Pause einlädt; ein Picknicktisch steht schon bereit. Der Bach schlängelt sich hier flach und sprudelnd durch die Wiesen. Also: Schuhe aus und Füße und Pfoten kühlen.
Bis zum Ziel ist noch eine letzte Geländestufe mit wunderbarer Aussicht zu überwinden. Am Sophien Bründl können wir einen erfrischenden Schluck Wasser genießen, bevor wir kurz darauf die Hütte erreichen. Harry, der Hüttenwirt, heißt auch Hundebesitzer willkommen. Eine frühzeitige Anmeldung ist jedoch empfehlenswert, da nur wenige Zimmer zur Übernachtung mit Hund zur Verfügung stehen.

Mit einer Strecke von 8,4 Kilometern (hin und zurück) und 670 Höhenmetern eignet sich die Tour perfekt für eine Übernachtung, um genügend Zeit zu haben, noch umliegende Ziele wie den Gartlsee, den Barrensee oder die kleine Schoberlacke zu besuchen.
Entdecke weitere Berghütten zum Übernachten mit Hund.
Über Dina von Borderherz
Dina hat zusammen mit ihrer Familie und ihren Border Collies schon viele traumhafte Hüttenwanderungen, überwiegend in Osttirol, unternommen. In ihrem Blog Borderherz berichtet sie über ihre Erfahrungen, stellt die schönsten Touren, von der Küste bis in die Berge vor, und gibt praktische Wandertipps mit auf den Weg.
7. Kalser Tauernhaus: Hüttenglück im Nationalpark Hohe Tauern (Osttirol)
Das Kalser Tauernhaus ist ein Ort, an dem man nicht nur übernachtet – sondern wirklich abschaltet. Das Alpenvereinshütte liegt im Dorfertal in Osttirol auf etwa 1.755 Metern Höhe – mitten im Nationalpark Hohetauern und unweit des Großglockners, dem höchsten Berg Österreichs. Tagsüber sind wir zur Lucknerhütte im benachbarten Ködnitztal gewandert. Dort am Fuße des „Glockner“ waren richtig viele Wanderer und Bergsteiger unterwegs. Doch hier im Dorfertal fanden wir genau das, wonach Bergliebhaber suchen: Natur, Stille und eine wohltuende Portion Abgeschiedenheit.

In der Gaststube wurden wir richtig verwöhnt. Wir waren überrascht, weil wir hatten mit einfacher Hüttenverpflegung gerechnet – stattdessen erwartete uns eine Küche, die richtig Eindruck machte. Ich bestellte ein gschmackiges Wildragout – mein Schatz blieb seinem Klassiker treu und entschied sich natürlich für ein Wiener Schnitzel.
Das Kalser Tauernhaus produziert seinen Strom übrigens selbst über ein kleines Wasserkraftwerk und nutzt eine biologische Kläranlage. Für die Dusche wirft man 2 € ein – so wird Wasser gespart. Für diesen nachhaltigen Betrieb erhielt die Hütte das Umwelt-Gütesiegel.
Beim Übernachten merkten wir schnell, dass diese Berghütte mehr Komfort bot, als wir erwartet hatten. Es gibt sowohl Zimmer als auch klassische Lager für Wanderer –einfach, aber gepflegt und gemütlich. Für uns war das Kalser Tauernhaus vor allem eines: ein Ort zum Runterkommen. Sobald die Tagesgäste wieder ins Tal aufbrachen, kehrte herrliche Ruhe ein. Nur das Rauschen des Baches und die Bergkulisse blieben. Da ist es ganz normal, schon um halb neun in die Federn zu springen. Schließlich mussten wir aber auch fit sein für unsere Wanderung zum wunderbaren Dorfersee.
Auch dieser Hüttentipp kommt von Melanie von Urlaubsgeschichten.at. Mehr über sie erfährst du bei Hütten-Tipp 2..
8. Olperer Hütte: Hüttenübernachtung in den Zillertaler Alpen (Tirol)
Die Olpererhütte im Zillertal in Österreich zählt zu den spektakulärsten Hütten der Zillertaler Alpen. Auf 2.389 Metern gelegen bietet sie einen atemberaubenden Blick auf den türkisfarbenen Schlegeisspeicher und die umliegenden Berggipfel.
Besonders bekannt ist die Olpererhütte für die ikonische Hängebrücke nebenan, die im richtigen Winkel fotografiert so aussieht, als würde sie über einem reißenden Fluss schweben, im Hintergrund der leuchtende Stausee – ein Fotomotiv, an dem man in den letzten Jahren vor allem in Social Media kaum vorbeikam.

Auch wenn das Motiv nur eine optische Illusion ist, ist das hochalpine Panorama, das dich bei einer Hüttentour zur Olpererhütte erwartet, natürlich real und absolut gigantisch. Du kannst die Olpererhütte auf einer Vielzahl von (Mehrtages-)Routen einbauen, aber auch eine Tageswanderung oder eine leichte Zweitagestour mit einer Übernachtung ist möglich.
Der klassische Zustieg startet am Schlegeisspeicher und führt in etwa 2 Stunden hinauf zur Hütte. Diese Wanderung ist auch für ungeübte Wanderer gut an einem Tag zu schaffen. Etwas anspruchsvoller wird es bei einer Rundtour über das Friesenberghaus: Hier wanderst du zunächst zur Olpererhütte, übernachtest dort und setzt am nächsten Tag die Tour mit Blick auf den Friesenbergsee fort, kehrst am Mittag ins Friesenberghaus ein und steigst danach wieder hinab zum Schlegeisspeicher.

Falls du genug Zeit hast, empfehle ich dir unbedingt die Tour mit Übernachtung. Zum Sonnenuntergang und Sonnenaufgang musst du dir den bekannten Fotospot nämlich mit bedeutend weniger Menschen teilen als tagsüber und kannst dieses einzigartige Erlebnis wirklich genießen. Falls kein Schlafplatz mehr reservierbar ist: hier erfährst du alles zur Tageswanderung zur Olpererhütte.
Über Katrin von BeforeWeDie
Katrin schreibt auf ihrem Blog BeforeWeDie über ihre Reiseerlebnisse, Abenteuer, Fotografie und was sonst noch zum Reisen dazugehört. Ihre große Liebe gilt allem, das mit Natur, türkisblauem Wasser und möglichst viel Sonne zu tun hat.
9. Hüttenwanderung mit Kindern in den Tuxer Alpen (Tirol)
Wir waren mit unseren Kindern für ein verlängertes Wochenende auf einer dreitägigen Hüttentour in den Tuxer Alpen unterwegs und haben im Meißner Haus und auf der Glungezer Hütte übernachtet. Die Tour eignet sich gut für fitte und trittsichere Kinder und lässt sich dank der Nähe zu Innsbruck auch an einem Wochenende umsetzen.
Am ersten Tag startet man an der Bergstation der Patscherkofelbahn. Von dort aus wandert man über den aussichtsreichen Zirbenweg mit beeindruckendem Blick ins Inntal. Der Weg ist abwechslungsreich, aber relativ einfach und somit ideal für den ersten Tag. Anschließend geht es bergab zum familienfreundlichen Meißner Haus.

Der zweite Tag ist die anspruchsvollste Etappe dieser Hüttentour mit Kindern. Es geht rund 900 Höhenmeter bergauf bis zur Glungezer Hütte. Der Weg durch das Viggartal ist landschaftlich wunderschön mit Almwiesen und blühenden Alpenrosen. Mit etwas Glück kann man hier auch Murmeltiere beobachten. Je höher man aufsteigt, desto alpiner wird die Umgebung, bis man schließlich die beeindruckend gelegene Hütte erreicht. Am dritten Tag geht es zurück zur Bergstation der Patscherkofelbahn.
Mein Fazit: Eine abwechslungsreiche Mehrtagestour für Familien mit Bergerfahrung, die Natur, Bewegung und echtes Hüttenabenteuer miteinander verbindet.
Über Steffi von a daily travel mate
Auf a daily travel mate inspiriert Steffi Familien mit zu aktiven Reisen, Mikroabenteuern und Outdoor-Erlebnissen wie Hüttentouren oder Zelttrekking mit Kindern. Ihr Ziel ist es zu zeigen, dass echte Abenteuer auch mit Kindern gut machbar sind.
10. Hüttentour im Ötztal (Tirol)
Du hast nach einer schönen Hüttentour gefragt – und hier kommt meine. Die vier Hütten liegen im hinteren Ötztal in Tirol. Wer wenig Menschen, Natur und Hochgebirge mag, ist hier genau richtig.
Ausgangspunkt ist das Bergsteigerdorf Vent, das gut mit Bahn und Bus zu erreichen ist. Von dort erfolgt der lange Aufstieg zur Similaunhütte auf 3.019 m – die erste Hütte für eine Übernachtung. Anfangs noch ein Forstweg, später dann ein Bergpfad ohne wirkliche Schwierigkeiten. Aufgrund der Höhe ist eine Akklimatisierung vorab (z. B. durch eine Übernachtung in Vent) sinnvoll.

Die Hütte selbst ist in privater Hand und bietet richtig gutes Essen. Von dort aus geht es vorbei an der Ötzi-Fundstelle (leichte Kletterei) über den Saykogel (3.355 m) zum Hochjoch-Hospiz auf 2.413 m. Ja, eine lange und anspruchsvolle Tour – allerdings ohne Gletscherpassagen. Das Hochjoch-Hospiz bietet im Spätsommer einen herrlichen Blick auf die umliegenden 3000er.
Am nächsten Tag führt der Weg von dort weiter zur Vernagthütte auf 2.755 m. Für mich eine meiner Lieblingshütten – gutes Essen ist garantiert, eine supernette Hüttenwirtin und noch weniger Menschen als zuvor. Bzw. keine Tagestouristen. Von der Terrasse hat man ebenfalls einen superschönen Blick auf die umliegenden Gipfel.
Als Abschluss der Hüttentour führt der Weg über eine weitere Hütte – die Breslauer Hütte – zurück nach Vent. Insgesamt eine anspruchsvolle, aber lohnende Runde für alle, die das Hochgebirge lieben und über entsprechende Bergerfahrung verfügen.
Hier geht es zum ausführlichen Bericht über diese Tour im Ötztal.
Über Heiko von olschis-world
Auf olschis-world schreibt Heiko seit mittlerweile über 14 Jahren über Themen wie Reisen, Mobilität, Genuss und mehr. Hier teilt er seine persönlichen Eindrücke, Geschichten und Entdeckungen – mit Blick fürs Besondere.
Danke für diese genialen Tipps für Berghütten in Österreich
Herzlichen Dank an alle Teilnehmer unseres großen Roundups zu den schönsten Hüttenwanderungen mit Übernachtung. Dieser Beitrag ist übrigens Teil 2 des Roundups. Im ersten Teil stellen wir dir ein paar herrliche Hüttenwanderungen im deutschen Alpenraum vor. Schau dir unbedingt auch die schönsten Berghütten zum Übernachten im Allgäu, an der Zugspitze und in den Chiemgauer Alpen an. Teil 3 mit genialen Hütten in Südtirol folgt in Kürze.
Hast du noch einen Tipp für eine Hüttentour in Österreich für uns? Oder kennst du eine österreichische Berghütte zum Übernachten, die wir unbedingt vorstellen sollten? Verrate sie uns gerne in den Kommentaren.
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